Tagung "Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Alter"
Die zweite Veranstaltung der Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zum Neunten Altersbericht fand am 12. Juni 2025 in Köln in Kooperation mit der Volkshochschule Köln statt. Bei der Tagung wurden unterschiedliche Themen zur Situation von älteren LSBTI*-Personen beleuchtet. Hier können Sie sich einen Eindruck zu den Inhalten der Tagung verschaffen.
Das Programm der Tagung können Sie hier herunterladen.
Impulsvortrag von Prof. Dr. Ralf Lottmann, Hochschule Magdeburg-Stendal und Mitglied der Neunten Altersberichtskommission
Prof. Dr. Ralf Lottmann stellte in seinem Vortrag die zentralen Botschaften des Neunten Altersberichts zur Situation von älteren LSBTI*-Personen in Deutschland vor. Als wichtige Handlungsempfehlungen benannte er die Ausweitung der Forschung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Alter, die Verstetigung diversitätssensibler Regeldienste der Altenhilfe und Altenhilfestrukturen, die Stärkung der Sichtbarkeit älterer LSBTI*-Personen in den Communities, die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen im Hinblick auf nicht-verwandschaftliche Beziehungen als Unterstützungsressource in einer älter werdenden pluralen Gesellschaft sowie die Rehabilitation von Betroffenen durch den ehemaligen § 175 StGB.
Die Präsentation zum Vortrag können Sie hier herunterladen.
Aufzeichnung der Grußworte und Statements zum Neunten Altersbericht
Nach der Begrüßung der Gäste im FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt in Köln durch Homaira Mansury folgte das erste Grußwort durch Paloma Miersch vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sophie Koch, Beauftragte für Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt der Bundesregierung, sprach per Videobotschaft ein zweites Grußwort.
Im Anschluss an den Impulsvortrag von Prof. Dr. Ralf Lottmann hatten sechs Vertreter*innen unterschiedlicher Verbände der LSBTI*-Community die Gelegenheit für ein Statement zum Neunten Altersbericht, die im Anschluss auf dem Podium diskutiert wurden.
Die Aufzeichung der Veranstaltung bis zur Mittagspause der Veranstaltung können Sie sich auf unserem YouTube-Kanal ansehen.
Symposien der Tagung
Hier finden Sie die Präsentationen und weitere Informationen zu den Vorträgen der drei Symposien bei der Tagung “Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Alter”.
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Symposium "Soziale Einbindung und offene diversitätssensible Altenhilfe"
Im Symposium “Soziale Einbindung und offene diversitätssensible Altenhilfe” wurde in interdisziplinären Kleingruppen diskutiert, wie sich Insitutionen und Organisationen sensibel und inklusiv für ältere LSBTI*I*Q Personen aufstellen können, welche Grundlagen es dafür braucht und wie eine Transparenz der Willkommenskultur hergestellt werden kann.
Die Präsentationen zu den Vorträgen der Impulsgeber*innen können hier heruntergeladen werden.
Präsentation von Prof. Dr. Andrea Teti, Univiersität Vechta: Herunterladen (PDF)
Präsentation von Mischa Regenbrecht, rubicon Köln: Herunterladen (PDF)
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Symposium "Diversitätssensible Langzeitpflege"
Im Symposium “Diversitätssensible Langzeitpflege” wurden zunächst der aktuelle Forschungsstand sowie Initiativen und Zertifikate im Bereich diveristätssensibler Pflege in Deutschland und der Europäischen Union vorgestelllt. Gemeinsam mit Hannah und Judith Burgmeier von Pflegedienst vielfältig. GmbH wurde anschließend erörtert, wie sich diversitätssensible Pflege in der Praxis realisieren lässt.
Die Präsentation von Prof. Dr. Ralf Lottmann und Informationen zum Pflegedienst vielfältig. GmbH können hier heruntergeladen werden.
Präsentation von Prof. Dr. Ralf Lottmann: Herunterladen (PDF)
Informationen zum Pflegedienst vielfältig. GmbH: Herunterladen (PDF)
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Symposium "Diskriminierungserfahrungen älterer LSBTI*-Personen: Über den Lebenslauf und im Alter"
Nach einem kurzen Impuls von Prof. Dr. Eva-Marie Kessler zu Altersdiskriminierung und Ageismus wurde von der Historikerin Dr. Kirsten Plötz eindrücklich die Situation von älteren lesbischen Frauen vor dem Hintergrund diskriminierender Erfahrungen, u. a. durch einen Sorgerechtsentzug nach Scheidung, berichtet.
Zum Impuls von Prof. Dr. Eva-Marie Kessler, Medical School Berlin: Herunterladen (PDF)
Ausführliche Informationen zur Forschung von Dr. Kirsten Plötz finden Sie unter folgendem Link: https://die-andere-biografie.de/